UBI will das "U" groß schreiben
Auftaktveranstaltung der Unabhängigen Bürgerinitiative zum
Kommunal-Wahlkampf
Von Martin Frei

Buchloe Mit einem kritischen Rückblick auf die Arbeit des Buchloer Stadtrates in der auslaufenden Legislaturperiode eröffnete die Unabhängige Bürgerinitiative (UBI) bei einer Veranstaltung im Gasthaus "Krone" den Kommunalwahlkampf. Neben ihren 24 Kandidaten für den Stadtrat stellte die Wählervereinigung auch ihren Internet-Auftritt vor. Vorsitzender Wolfgang Schmid-Kemmeter freute sich, dass rund 40 Zuhörer zum Wahlkampfauftakt gekommen waren, "obwohl wir keine Hubschrauber-Rundflüge zu verlosen haben". Die UBI wolle nach den Kommunalwahlen am 3. März als unabhängige Kraft möglichst stark im Buchloer Stadtrat vertreten sein. "Das U bei UBI wird ganz groß geschrieben", ergänzte Spitzenkandidat Rudolf Grieb, der zusammen mit Schmid-Kemmeter und Lothar Scholze ausführlich das Wahlprogramm der UBI erläuterte (gesonderter Bericht folgt). Die drei Stadträte blickten auch auf die vergangenen sechs Jahre Kommunalpolitik in Buchloe zurück. Als eines der wichtigsten Projekte nannte Schmid-Kemmeter den Bau des Buchloer Jugendzentrums. Inzwischen sei der große soziale Wert dieser Einrichtung von allen erkannt und gewürdigt worden. Dies solle jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass im Vorfeld vor allem "die größte Fraktion im Stadtrat Widerstand geleistet hat". Auch kritisierten die UBI-Stadträte, dass in den vergangenen Jahren in Buchloe "viel zu viel Geld" für den Straßenbau ausgegeben wurde. Angesichts von Millionen-Projekten wie der Nordtangente und der angespannten Finanzlage "können sie davon ausgehen, dass bei den Haushaltsberatungen wieder bei den freiwilligen Leistungen gestrichen wird", so Grieb. Gerade diese Gelder für Vereine und soziale Einrichtungen gewährleisteten aber eine "lebendige Gesellschaft". Zudem zeige sich jetzt, dass das vor allem von der CSU und den Freien Wählern forcierte Verkehrskonzept falsch sei. "Plötzlich brauchen wir eine Westtangente für die Westtangente. Da stimmt doch etwas nicht", wetterte Grieb. Anschließend stellte sich der größte Teil der 24 Kandidaten für den Stadtrat vor, von denen nicht alle UBI-Mitglieder sind. Schmid-Kemmeter betonte, dass die Liste bewusst zur Hälfte mit Frauen besetzt sei. Denn: "Es wäre gut, wenn mehr Frauen im Rat dieser Stadt sitzen. Sie sorgen für ein besseres Klima und sehen viele Themen aus einem anderen Blickwinkel." Listenführer Grieb erklärte, dass er "trotz aller Schläge zum Teil weit unter die Gürtellinie" seine Arbeit im Stadtrat gerne fortführen würde. Bei den anschließenden Diskussionen ging es vor allem darum, ob Buchloe eine Kinderkrippe braucht. Grieb und Schmid-Kemmeter wollten noch keine Aussage zu diesem Thema machen, da noch viele Informationen fehlten. Gabi Löcherer präsentierte die zusammen mit Klaus Gebauer erstellte Internet-Seite der UBI vor. Auf der Homepage sind neben den Kandidaten und dem Wahlprogramm auch Verbindungen (Links) zu Bürger- und Umwelt-Initiativen zu finden. Vorgestellt wurde auch der "Stadtrat-Plan", der Wahlprospekt der UBI mit einem Überblick über bestehende und "wünschenswerte" Rad- und Fußwege in Buchloe und Umgebung. iDie Internet-Seite der Unabhängigen Bürgerinitiative ist unter der Adresse www.ubi-buchloe.de zu finden.