Mehr
Bürgernähe durch Mitteilungsblatt
UBI
zieht Bilanz des letzten Jahres
Die
15. Jahreshauptversammlung der UBI, Unabhängige Bürgerinitiative für
Buchloe, Lindenberg und Honsolgen e.V., fand am 29.06.2005 im Buchloer Café
Morizz statt.
Themen
des Jahresberichtes waren Flug-, Bahn-, Rad- und Kraftverkehr, wie auch
Solarnutzung und Städtisches Mitteilungsblatt an alle Haushalte.
In
seinem Bericht ging erster Vorsitzender Dr. Joachim Herzog auf die Ereignisse
des abgelaufenen Jahres ein.
Die
UBI hatte im Juli 2004 die Buchloer Öffentlichkeit über mögliche
Auswirkungen eines ‚Zivil-Flughafens Lechfeld’ informiert.
Diese
Pläne seien nach kurzem Abheben wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen,
so laute das Fazit der inzwischen vorläufig geschlossenen Akte „Zivile
Nutzung des Flughafens Lagerlechfeld“. Abgesehen von möglichen Lärm- und
sonstigen Belastungen für die Region sei es in Zeiten knapper Steuergelder
geboten, diese Mittel sinnvoll einzusetzen.
Die
nicht von allen unterschriebene Behauptung: „Schwaben braucht unbedingt einen
Regionalflughafen“ müsse umformuliert werden in: „Die schwäbischen
Regionen brauchen eine gute Verkehrsanbindung an einen leistungsfähigen
Flughafen“. Die UBI sei der Ansicht, es fehle eher eine bessere
Verbindung zum Münchener Airport (MUC) - ein neues Verkehrskonzept, das den zukünftigen
Anforderungen entspreche. Hier eingesetzte Gelder könnten die Verkehrs-
Infrastruktur allgemein verbessern und so eine breitere Wirkung entfalten –
auch auf die Bahnverbindungen.
Ein
UBI- Themenabend im März 2005 habe sich bereits mit der Deutschen Bahn
und den Wünschen der Buchloer Fahrgäste an die Bahn beschäftigt. Hierzu wird
es auf Initiative von Stadtrat Rudolf Grieb hin demnächst ein Gespräch mit
Verantwortlichen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft geben. Diese sei für die
Fahrpläne zuständig.
Die
Studie zur Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Buchloe habe einige
interessante Ergebnisse gebracht, die zum Teil auch alte UBI- Anliegen
bestätigten. So sei die bessere Beschilderung von Radwegen in- und überörtlich
als wünschenswert genannt worden. Auch die von Stadtrat Wolfgang
Schmid-Kemmeter vorgeschlagene Möglichkeit, einen Kreisverkehr an der ‚Venezia-
Kreuzung’ einzurichten, sei zu prüfen.
Eine
andere Studentengruppe habe mehr Bürgernähe zum Beispiel durch ein Städtisches
Mitteilungsblatt genannt. Auch dies sei von der UBI schon mehrfach,
zuletzt im Juni 2005 im Stadtrat angeregt worden. Die Stadt Buchloe könne die Bürgerinnen
und Bürger direkter informieren und eine engere Beziehung – ein ‚Wir –
Gefühl’ aufbauen. Ermunternde Beispiele aus anderen Kommunen gäbe es –
eine Konkurrenz zur Buchloer Zeitung könne und solle das nicht werden.
Zum
Schluss zeigte sich Stadtrat Lothar Scholze noch erfreut, berichten zu können,
daß zwei weitere Wünsche der UBI im Bereich Umwelt- Technik erfüllt
worden seien.
Der
eine: eine möglichst umweltfreundliche Heizung für die neue Grundschule im
Westen – hier gäbe es ja die glückliche Verbindung zwischen Biogasanlage
eines benachbarten Landwirtes und der Schule, die die Abwärme der Anlage auf 15
Jahre vertraglich gesichert zum Nulltarif abnimmt.
Der
andere: Die Verwirklichung einer von der UBI im Juli 2003 vorgeschlagenen
Photovoltaik- Anlage auf dem Dach der alten Grundschule.
Wolfgang
Schmid-Kemmeter brachte noch als Anregung einen Bericht der Buchloer Zeitung vom
25.06.2005 über das vielleicht auch für Buchloe interessante Stadtbusprojekt
in Marktoberdorf.
Alle
drei Stadträte würdigten die gute, kollegiale Atmosphäre und Arbeit im
Stadtrat. Der Vorsitzende schloss mit einem Dank an alle Aktiven der UBI.