UBI – Jahresrückblick 2006
Einige, zum Teil schon „alte“ Wünsche der UBI
gingen heuer ganz oder teilweise in Erfüllung bzw. wurden weiter
bearbeitet. Wir sind überzeugt davon, dass unsere beständige,
unabhängige und konsequente Politik einen entsprechenden Anteil
daran hat. Dazu gehören: - Die möglichst frühe Verabschiedung
des Haushalts. Er wurde heuer bereits am 4. April verabschiedet! - Schluss mit weiterer Verschuldung: Die
Gesamtverschuldung betrug Ende 2003 ca.24.000.000 €, jetzt Ende 2006
ca. 21,8 Mio. € vor allem durch gezielte Sondertilgungen bei den
sogenannten haushaltsexternen Schulden. Und dies, obwohl der
Schulneubau einige Mio. verschlang. Die Zunahme der
Gewerbesteuereinnahmen, aber auch sparsames Haushalten, machten dies
möglich. Dennoch beträgt der derzeitige tägliche(!)
Schuldendienst der Stadt Buchloe ca. 5000 €! Das sparsame Haushalten z.
Bsp. ohne den überzogenen Straßenbau vergangener Jahre muss
daher unbedingt fortgesetzt werden! - Erweiterung des Fuß – und Radwegenetzes:
Im Buchloer Süden wurde endlich der Fußweg entlang des
Lärmschutzwalls von der Talstraße im Westen bis zur
Hauptschule bzw. Eislaufhalle im Osten angelegt und durch einen Steg
über die Gennach verbunden. - Der Kneipp – Aktiv – Weg, beginnend bei
Kneippanlage vor der VfL – Turnhalle zum Hausener Fußweg wurde
bzw. wird fertiggestellt. - Das Thema Gymnasium, das die UBI
schon 2001 / 02 deutlich gefordert hatte, wurde in den Regionalplan
aufgenommen und wird jetzt von Bürgermeister, Stadtrat und
Landkreis offiziell verfolgt. Mindestens wird dadurch die seit
über 20 Jahren bestehende Misere bei der
Nachmittags-Schülerbeförderung Türkheim - Buchloe
hoffentlich endlich verbessert. - Eine 1 MW Biogasanlage wurde erstellt und noch
im Herbst in Betrieb genommen. Es wird nicht nur auf regenerative Weise
Strom für viele hundert Haushalte erzeugt, sondern auch die
entstehende Abwärme völlig genutzt; z. Bsp. auch kostenlos
für die städtische Klärschlammtrocknung und hilft so
Geld und Energie zu sparen. -Des weiteren wurde die Planung für
ein Biomasse – Heizkraftwerk in Auftrag gegeben, wodurch u.a.
Hauptschule, Realschule, Hallenbad, Turnhallen, Grundschule,
Krankenhaus, Altenheim usw. ohne fossile Energien mit Wärme
versorgt werden sollen. - Auch erfreulich: Am 25.7.06 beschloss
der Stadtrat immerhin pro forma, dass er grundsätzlich eine
Erweiterung des Sendenetzes ablehne, als es um einen weiteren
Sendemastantrag von Seiten des Mobilfunkbetreibers O2 ging und ein alternativer
Standort vorgeschlagen wurde. Am 12.07.2006
fand die Jahreshauptversammlung der UBI im Café Morizz statt. Das Ergebnis der Neuwahlen des Vorstandes brachte eine kleine
Änderung: Heidrun Angele löst Angelika Braune-Radmüller
in der Funktion der stellvertretenden Vorsitzenden und
Schriftführerin ab. Angelika Braune- Radmüller bleibt jedoch
als Beisitzerin im Vorstand. Alle anderen Vorstandsmitglieder blieben in ihren Ämtern. Der inzwischen schon zur festen Buchloer Institution
gewordene UBI – Preis wurde heuer zum 17. Mal
verliehen. Er ging an den Armenhaus – Förderverein aus Lindenberg.
Diese Vereinigung wurde für ihre Verdienste um die Heimatpflege
ausgezeichnet. Auch wenn das Projekt Armenhaus noch nicht zu Ende
gebracht ist, soll der Preis doch ein Zeichen der Anerkennung und des
Dankes für das Engagement sein und die vielen Menschen, die am
Armenhaus tätig sind, in ihrem Tun bestärken. Zu dem von Bürgermeister Josef Schweinberger im Jahre
2005 hochgelobten Wirtschaftsentwicklungskonzept der UNI –Augsburg fand
lediglich eine einzige Sitzung am 9. Februar zur Verbesserung des
Fuß- und Radwegenetzes statt. Sie wurde allerdings leider nicht
ausreichend über die Presse( die erfuhr es auch erst kurz vorher)
bekannt gemacht, so dass außer den geladenen Stadtratsmitgliedern
und Sachverständigen lediglich 1(!) Bürger anwesend war, ein UBI – Mitglied. Wo bleibt hier wieder einmal die echte
Bürgerbeteiligung? Uns interessiert die antwort auf die Frage: Wie
konnte es dazu kommen? Die UBI überreichte als einzige
Gruppierung einen schriftlichen Antragskatalog , der bereits in 2
Punkten
umgesetzt wurde. Wann geht es aber mit anderen Bereichen des
Wirtschaftsentwicklungskonzeptes bzw. einer Nachfolgesitzung zum obigen
Thema weiter und wann werden auch wirklich die Bürger
miteinbezogen, so wie es jetzt in Mindelheim unter dem Motto
„Mindelheim miteinander gestalten“ vorbildlich geschieht?
Ein letzter Punkt, der die UBI wohl noch
länger beschäftigen wird, ist die von den Gemeinden Amberg
und Wiedergeltingen angestrebte Ortsumgehung. Da die bestehende
westliche Ortsumfahrung von Türkheim den von Norden kommenden
(Schwerlast-)Verkehr bereits hervorragend zur Autobahnanschlussstelle
Bad Wörishofen leitet und ja sowieso
fast kein umgehungsträchtiger Verkehr, auch laut Zählung, in
diesen beiden Orten vorhanden ist, wäre eine Ortsumgehung
eine unnötige Landschaftszerschneidung und
Steuergeldverschwendung. Derzeit herrscht zwar eine scheinbare Ruhe,
aber beide Bürgermeister streben vielleicht doch irgendwie nach
einem Leistungsdenkmal? Nachdem in Buchloe im Falle dieser Ortsumgehung an eine
2.Westtangente gedacht wird,
heißt es für die UBI:
Bleibe KWK = Kritisch – Wachsam -
Kreativ!