Rückblickend
auf das abgelaufene Arbeitsjahr dankte letzten Mittwoch der Vorsitzende Dr.
Joachim Herzog den drei Stadträten der UBI für ihr Engagement und allen
Mitgliedern für den Einsatz bei der sehr erfolgreichen UBI - Umweltwoche im
April. Sämtliche Veranstaltungen seien bei den Bürgern auf überdurchschnittlich
großes Interesse gestoßen. In diesem Zusammenhang machte Dr. Herzog deutlich,
dass der Umweltschutz nach wie vor ein wesentliches Anliegen der UBI sei. Die
einst von der UBI initiierte Mitgliedschaft der Stadt Buchloe beim
„Klima-Bündnis“ würde ernst genommen, und er freue sich, in diesem Jahr der
Familie Miederer den UBI – Preis 2007 in Form eines
Bio-Geschenkkorbes zu überreichen.
Zum Thema Gymnasium erinnerte Dr. Herzog daran, dass sich Elternvertreter schon
seit etwa 20 Jahren um eine den Bedürfnissen besser angepasste
Schülerbeförderung vom und zum Gymnasium Türkheim bemüht hätten. Jetzt scheine
endlich eine Verbesserung in Sicht zu sein. Möglicherweise seien die Pläne der
Stadt Buchloe für ein eigenes Gymnasium ausschlaggebend für den Sinneswandel im
Unterallgäu gewesen. In diesem Zusammenhang wies Dr. Herzog darauf hin, dass
mit der Planung eines eigenen Buchloer Gymnasiums ein altes Anliegen der UBI
erfüllt würde, nicht zuletzt deshalb, weil ein Gymnasium den Standort
Buchloe maßgeblich aufwerten würde.
Der zunehmende Verkehrslärm und vor allem der entsprechende Schutz der Bürger
vor diesen negativen Folgen eines erhöhten Verkehrsaufkommens auf unseren
Straßen müsse ebenfalls ein Punkt auf der Agenda der UBI sein. Es gelte,
sinnvolle und effektive Maßnahmen zu finden und Schritt für Schritt umzusetzen.
Zur Sprache kam auch die von einer Firma beantragte Freiland -
Solaranlage in Honsolgen und Holzhausen. Photovoltaik-Anlagen würden durch das
EEG (Energie-Einspeisungs-Gesetz) nach wie vor gefördert und seien sinnvoll.
Würden jedoch dadurch landwirtschaftliche Flächen jahrzehntelang blockiert und
stünden für die landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr zur Verfügung, sei das
eher bedenklich. Stadtrat Grieb befürchtete eine Zunahme derartiger Anträge. Es
wäre zu überlegen, ob die Kommune nicht den Anteil solargenutzter
landwirtschaftlicher Flächen beschränken sollte. Ohnehin gebe es noch viel
Platz für derartige Anlagen auf den bestehenden Dächern.
Zum Haushalt der Stadt gab Stadtrat Grieb zu
bedenken, dass eine frühere Verabschiedung nicht nur gesetzeskonform sei,
sondern auch für die Vergabe von Bauaufträgen bessere Möglichkeiten bieten
könne. Mahnende Worte fand er zur zunehmenden Verschuldung der Stadt und
erhielt Beifall für seine Forderung, die Schuldenlast in den nächsten zehn
Jahren zu halbieren. Dies wäre ein großes Geschenk für die nachfolgende
Generation!
Buchloe, 30.06.2007
Heidrun Angele